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Hanlons Rasiermesser

Hallo! Heute geht es um “Hanlons Rasiermesser”

Heute möchte ich über eine Denkweise mit einem etwas ungewöhnlichen Namen schreiben, die sich “Hanlons Rasiermesser” nennt. Wenn man nur den Namen hört, denkt man vielleicht: “Klingt das unheimlich…?”, aber in Wirklichkeit ist es eine Idee, die uns eine sehr vertraute und freundliche Perspektive gibt.


Haben Sie jemals gedacht: “Ich glaube, diese Person mag mich nicht…”?

Haben Sie das zum Beispiel schon einmal erlebt?

  • Verspätete Antwort auf WhatsApp
  • Wir hatten Augenkontakt, aber ich wurde nicht gegrüßt
  • Meine Bitte wurde ignoriert

In solchen Momenten macht man sich Sorgen: “Hassen sie mich vielleicht?”. Das passiert mir auch oft. Und dann werde ich ganz umsonst deprimiert.


Was ist Hanlons Rasiermesser?

Hier kommt “Hanlons Rasiermesser” ins Spiel.

Der ursprüngliche englische Begriff lautet “Hanlon’s Razor”. Die Bedeutung ist im Groben folgende:

“Schreibe niemals der Böswilligkeit zu, was ausreichend durch Dummheit erklärt werden kann.”

…Das ist etwas hart ausgedrückt, nicht wahr? Um es etwas weicher zu formulieren:

“Auch wenn es so aussieht, als ob die andere Person gemein zu dir ist, könnte es sich nur um ein Versehen oder Unaufmerksamkeit handeln.”

Das ist die Idee dahinter.


Wer hat sich das ausgedacht? Wer ist Robert J. Hanlon?

Es heißt, dass dieser Begriff zum ersten Mal in dem 1980 erschienenen Buch “Murphy’s Law Book Two” auftauchte.

Die Idee, die von einem der Autoren, Robert J. Hanlon , eingereicht wurde, wurde genau so übernommen, wie er sie formuliert hatte, und erhielt so den Namen “Hanlons Rasiermesser”.

Übrigens wird dieser Begriff “Rasiermesser” (Razor) im Sinne eines philosophischen Werkzeugs verwendet, um “Unnötiges wegzuschneiden und einfach zu denken”, und ist ein Ausdruck, der neben Ockhams Rasiermesser und anderen zur Ordnung von Gedanken verwendet wird.


Zu denken, dass “böse Absicht” im Spiel war, ist anstrengend

Zum Beispiel, wenn eine E-Mail bei der Arbeit ignoriert wird.

Wenn man denkt: “Warum antworten sie mir nicht? Hassen sie mich?”, wird man immer negativer.

Aber wenn man genau darüber nachdenkt:

  • Die Person hat es einfach übersehen
  • Sie hat die Antwort geschrieben, aber vergessen, sie abzuschicken
  • Die Benachrichtigung auf dem Handy ging unter anderen unter

Solche Gründe sind erstaunlich häufig. Und wir machen solche Fehler auch selbst.


Die seltsame Tatsache, dass wir tolerant gegenüber unseren eigenen Fehlern sind, aber streng bei denen anderer

Zum Beispiel, wenn wir vergessen, auf die Nachricht eines Freundes zu antworten.

Wir antworten in einem völlig böswilligen Tonfall: “Oh, tut mir leid! Ich habe die Benachrichtigung nicht gesehen~”.

Aber wenn die andere Person uns dasselbe antut, denken wir: “Ich wurde ignoriert”.

Das ist sehr üblich. Menschen haben viel Verständnis für ihre eigenen Umstände, aber es fällt ihnen schwer, die der anderen zu sehen.


Zu glauben, dass “Böswilligkeit” vorliegt, ist eigentlich ein Verlust für einen selbst

Wenn jemand etwas tut und man davon ausgeht, dass “Böswilligkeit im Spiel ist”, macht man diese Person in seinen Gedanken zu einem Feind.

Aber in Wirklichkeit ist die Person vielleicht einfach nur ungeschickt oder mit anderen Dingen überlastet.

Natürlich gibt es Menschen, die wirklich unhöflich sind, und es ist ganz natürlich, dass man sich verletzt fühlt, wenn man schlecht behandelt wird.

Aber wenn man nicht davon ausgeht, dass es “sicherlich Böswilligkeit” ist, wird das eigene Herz ein wenig leichter.


Das heißt aber nicht, dass man alles ertragen muss

Was Sie hier nicht falsch verstehen dürfen, ist: Ich sage nicht, dass “Sie sich einfach zu viele Sorgen machen”.

Wenn Ihnen etwas Unangenehmes angetan wird, ist es völlig in Ordnung zu denken: “Das war wirklich fies”.

Anstatt jedoch davon auszugehen, dass “diese Person einen schlechten Charakter hat” oder “sie mich absichtlich verletzen wollte”,

ist mein Vorschlag, ein wenig flexibel zu sein und zu denken: “Vielleicht hatte sie ihre Gründe”.


Fazit: Die Dinge mit ein wenig mehr Freundlichkeit zu betrachten, kann Ihre Welt verändern

Ich glaube, dass es bei Hanlons Rasiermesser weniger darum geht, “freundlich zu anderen zu sein”, als vielmehr um eine “Methode, das eigene Herz zu schützen”.

Wenn man in den Handlungen anderer Menschen Böswilligkeit spürt, werden die eigenen Gefühle ebenfalls angespannt.

Aber wenn man sich denken kann: “Vielleicht war es nur ein Fehler, oder sie hatten keine Zeit”, fühlt man sich ein wenig besser.

Es ist eine Denkweise, die man zu seinem eigenen Wohl nutzen kann.


Zum Schluss: Bitte teilen Sie auch Ihre Erfahrungen mit

Vielen Dank, dass Sie bis hierhin gelesen haben.

Wenn Sie eine Geschichte haben, in der Sie sich “in solchen Momenten geärgert haben”, lassen Sie es mich bitte wissen.

Allein schon die eigenen Erfahrungen in Worte zu fassen, kann das Herz ein wenig erleichtern, nicht wahr?

Bis zum nächsten Mal!


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